Die Harzreise und der Heinrich Heine Wanderweg um Ilsenburg
Heinrich Heine beschreibt in dem Werk seine Reise als Student von Göttingen durch den Harz über den Brocken bis nach
Ilsenburg. Er begegnet dabei bekannten und unbekannten Zeitgenossen, die er teils ausführlich beschreibt und mit anderen Personen , teils geschichtlichen Protagonisten, vergleicht. Auch die Natur ist Gegenstand dieser Reisebeschreibung, die er zeitweilig gar in dichterischen Worten beschreibt:
Das ist nun die Ilse, die liebliche, süße Ilse. Sie zieht sich durch das gesegnete Ilsetal, an dessen beiden Seiten sich die Berge allmählich höher erheben, und diese sind, bis zu ihrem Fuße, meistens mit Buchen, Eichen und gewöhnlichem Blattgesträuche bewachsen, nicht mehr mit Tannen und anderm Nadelholz....Ja, die Sage ist wahr, die Ilse ist eine Prinzessin, die lachend und blühend den Berg hinabläuft. Wie blinkt im Sonnenschein ihr weißes Schaumgewand! Wie flattern im Winde ihre silbernen Busenbänder! Wie funkeln und blitzen ihre Diamanten!.
quelle: wikipedia
Dieser Wanderweg, der für Heinrich Heine etwa zwei Wochen dauerte, ist inzwischen auch touristisch nachvollziehbar und als Heinrich-Heine Weg in mehreren Reiseführern beschrieben.
- Brocken
Brocken
Der Brocken ist ein deutscher. Mit deutscher Gründlichkeit zeigt er uns, klar und deutlich, wie ein riesen Panorama, die vielen hundert Städchen und Dörfer, die meistens nördlich liegen und ringsrum alle Berge, Wälder und Flüsse unendlich weit. - Kleiner Brocken
Kleiner Brocken
Wenn man die hälfte des Brockens besteigt, muß man die große deutsche Nationaltragödie vom Dr. Faust denken. Ich glaube auch Mephisto muß mit Mühe Atem holen, wenn er seinen lieblingsberg ersteigt, es ist ein äußerst erschöpfendeer Weg und ich war froh, als ich endlich das langersehnte Bockenhaus zu Gesicht bekam. - Eiserner Tisch
Eiserner Tisch
Einziges Überbleibsel der Braunschweiger Schutzhütte am Hirtenstieg. Sie wurde 1894 vom Harzklub Zweigverein Braunschweig errichtet, 1927 erneuert, 1945 durch Kriegseinwirkungen zerstört.. - Hermannschaussee
Hermannschaussee
Überall schwellende Moosbänke, viele Steine sind von den schönsten Moosarten, wie mit Sammetpolstern bewachsen. Hier und da liegen die Steine gleichsam ein Tor bildend, übereinander, und oben darauf stehen die Bäume, die nackten Wurzeln über jene Steinforte hinziehend und erst am Fuße derselben den Boden erfassend, so daß sie in der freien Luft zu wachsen scheinen. Aus Heinrich Heines "Die Harzreise" - Rote Brücke
Rote Brücke
Von der "roten Brücke" hat man einen herrlichen Brockenblick. Links im Wald steht die "Bremer Hütte", die nach den einstigen Erbauern des Bremer Harzklubs benannt wurde. - Ilsefälle
Ilsefälle
Es ist unbeschreibbar, mit welcher Fröhlichkeit, Naivetät und Anmut die Ilse sich hinunter stürzt über die abendteuerlich gebildeten Felsstücke, so daß das Wasser hier wild emporzischt und unten wieder über die kleinen Steine hintrippelt, wie ein munteres Mädchen. Ja, die Ilse ist eine Prinzessin, die lachend und blühend den Berg hinabläuft." Aus Heinrich Heines "Die Harzreise" - Zanthierplatz
Zanthierplatz
Oberforst und Jägermeister Hans Dietrich von Zanthier (1717-1778) gründete um 1764 in Ilsenburg die erste forstliche Lehranstalt Deutschlands. Zanthier gilt als Wegbereiter moderner Waldbewirtschaftung. - Ilsestein
Ilsestein
Man erzählt, im Ilsestein sei ein verwünschtes Schloß, in welchem die reiche Prinzessin Ilse wohnt, die sich jeden Morgen in der Ilse bade und wer so glücklich ist , den rechte Zeitpunkt zu treffen, werde von ihr in den Felsen, wo ihr Schloß sei, geführt und königlich belohnt. - unteres Ilsetal
unteres Ilsetal
Heinrich Heine beschrieb das Ilsetal mit seinem Flüsschen Ilse und dem darüber thronenden Ilsestein im heutigen Nationalpark Harz. - Blochhauer
Blochhauer
Der Blochauer ist Ausgangspunkt vieler Wanderwege.